Pflegestelle werden

Verantwortungsvolle Pflegestellen sind für unsere Arbeit im Tierschutz außerordentlich wichtig!

Was ist eine Pflegestelle?

Eine Pflegestelle ist für unsere Hunde aus Rumänien das Sprungbrett in ein neues, besseres Leben. Sie ist ein Zuhause auf Zeit, ein Zwischenstopp im Leben eines Hundes. Gerade Hunde die im Tierheim häufig übersehen werden und schon lange warten, bekommen eine größere Chance ein Zuhause zu finden.

Unsere Schützlinge haben oft eine schlimme Vergangenheit hinter sich. Die Aufgabe als Pflegestelle erfordert Erfahrung, Verständnis und viel Geduld um einem Hund die anfängliche Angst und Unsicherheit zu nehmen. Die meisten unserer Hunde haben noch nie in einem Haushalt gelebt. Alles ist erstmal komplett neu. In der Pflegestelle werden sie behutsam an den Lebensalltag gewöhnt und können sich von den körperlichen und seelischen Strapazen erholen. Die meisten Hunde leben sich schnell ein, manche sind erst einmal eingeschüchtert und brauchen länger um anzukommen.

Pflegestelle zu sein bedeutet, viel zu leisten und Zeit zu investieren um die Basis für einen Neuanfang zu schaffen. In der Pflegestelle lernt ein Hund die wichtigsten Dinge, die ein Familienhund kennen muss. Er lernt die Grundregeln und wird damit auf ein normales Hundeleben vorbereitet. Der Pflegehund kann dadurch viel besser eingeschätzt werden, als es in Rumänien unter komplett anderen Bedingungen in der Zwinger- und Rudelhaltung möglich ist.

Hat er ein ruhiges Wesen oder entpuppt er sich in der Sicherheit eines Zuhauses eher als Draufgänger? Ist er bereits stubenrein? Kann er an der Leine laufen, alleine bleiben? Diese und weitere Fragen können beantwortet werden, um für den Hund das passende Zuhause zu finden.

Interessenten haben die Möglichkeit, den Hund erstmal auf seiner Pflegestelle kennenzulernen.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Du hast Zeit, Geduld und gute Nerven, um einen Hund zu erziehen und ihm die neue Welt zu zeigen. Im besten Fall hast du bereits einen oder mehrere souveräne Hunde an denen sich der Neuankömmling orientieren kann. Ebenso hast du Erfahrung, um auch einen möglicherweise seelisch angeschlagenen Hund gerecht zu werden. Vor allem in der Anfangszeit sollte immer jemand Zuhause sein.

Die Hunde haben im Tierheim nicht gelernt alleine zu bleiben. Daran muss der Hund langsam gewöhnt werden. Ansonsten kann es passieren, dass er Verlustängste entwickelt, in der Zeit der Abwesenheit erstmal die Wohnung „umgestaltet" oder die Nachbarn laut bellend und heulend auf seine Einsamkeit aufmerksam macht. Manchen Hunden macht das alleine bleiben von vornherein gar nichts aus. Man sollte sich aber auf ein Training einstellen.

Ebenso muss die Stubenreinheit erlernt werden. Aus Erfahrung können wir sagen, dass die meisten Hunde schnell stubenrein sind. Falls es etwas länger dauert, solltest du kein Problem damit haben, wenn ein „Malheur" passiert.

Als Pflegestelle bist du flexibel, um dich auf die individuellen Eigenheiten des Vierbeiners einzustellen, ohne die Nerven zu verlieren. Es kann durchaus vorkommen, dass das Mobiliar, Teppiche oder die Schuhe angeknabbert werden. Auf unerwünschtes Verhalten muss angemessen reagiert werden, d.h. dieses nicht mehr aufkommen zu lassen bzw. zu unterbinden. Erwünschtes Verhalten muss gefördert werden.

Eine gute Kommunikation und Zusammenarbeit sind uns besonders wichtig. Als Pflegestelle solltest du bereit dazu sein, Interessenten zu empfangen. Für die Vorstellung auf unserer Homepage, der Facebook-Seite und in diversen Vermittlungsportalen benötigen wir immer aktuelle, gute Fotos, Videos, sowie Beschreibungen zur Entwicklung des Hundes.

Welche Kosten entstehen der Pflegestelle?

Die Futterkosten werden von der Pflegestelle getragen. Das nötige Zubehör wie Näpfe, Leinen, Hundebett, Bürsten etc. sollte vorhanden sein.

Tierarztkosten werden vom Verein getragen. Notwendige Tierarztbesuche müssen aber im Vorfeld (ausgenommen akute Notfälle) mit dem Verein abgesprochen werden.

Pflegehunde sind über unseren Verein haftpflichtversichert. Die Haftpflichtversicherung gilt für Schäden, die der Hund bei Dritten verursacht. Nicht versichert sind „Eigenschäden".

Die Anmeldung zur Hundesteuer ist von der Pflegestelle vorzunehmen. Die Kosten werden vom Verein getragen. Man sollte sich im Vorfeld bei seiner zuständigen Gemeinde erkundigen, da die Regelungen für einen Pflegehund unterschiedlich gehandhabt werden. Teilweise sind die Gemeinden entgegenkommend und Pflegehunde von der Hundesteuerpflicht befreit.

Wie lange bleibt der Hund in der Pflegestelle?

Im Vorfeld kann man dazu keine verlässliche Aussage treffen. Manchmal findet sich schnell ein passendes Zuhause, es kann aber auch mehrere Wochen oder Monate dauern. Das sollte man einplanen, wenn man sich als Pflegestelle zur Verfügung stellt.

Es profitieren beide Seiten davon!

Es ist eine erfüllende Aufgabe, einem hilfsbedürftigen Tier den Start in ein neues Leben zu ermöglichen. Jeder einzelne Fortschritt ist ein Erfolg und schön zu beobachten, wie ein unsicherer Hund immer mehr auftaut und selbstsicher und glücklich sein neues Leben genießen kann.

Du möchtest unseren Verein als Pflegestelle unterstützen? Hier findest du Informationen zum Ablauf:

Kontaktaufnahme:

Nachdem du mit uns Kontakt aufgenommen hast, senden wir dir unsere Selbstauskunft zu.

Ausfüllen der Selbstauskunft:

Mit der Selbstauskunft können wir uns einen ersten Eindruck verschaffen, welcher Pflegehund am besten in deine Lebensumstände passen würde. Wir setzen uns nach Erhalt der Selbstauskunft telefonisch mit dir in Verbindung. Nach einem positiven Gespräch werden wir eine Vorkontrolle bei dir Zuhause organisieren.

Vorkontrolle:

Dabei möchten wir dich persönlich kennenlernen und uns einen Eindruck verschaffen, ob die Umgebung und die Haltungsbedingungen für den Pflegehund geeignet sind.

Pflegevertrag:

Wenn die Vorkontrolle positiv verlaufen ist, wird ein Pflegevertrag zwischen StreunerBlicke e.V. und dir, als Pflegestelle abgeschlossen.

Einreise nach Deutschland:

Unsere Hunde werden mit einem speziell eingerichteten und für Langstrecken zugelassenen Fahrzeug mittels Landtransport nach Deutschland gebracht.

Die dazugehörigen Traces-Papiere werden dir bei der Übergabe mit dem EU-Pass ausgehändigt und sind für eventuelle Kontrollen durch das örtlich zuständige Veterinäramt aufzubewahren.

Die richtige Sicherung:

Ab der Übergabe ist Sicherheit das oberste Gebot. Unsere Hunde sind doppelt zu sichern, d.h. mit Sicherheitsgeschirr und Zugstopp-Halsband.

Wichtig: Bitte beachte unser Infoblatt „Die richtige Sicherung – das A und O für dein neues Familienmitglied".

Reisekrankheiten:

Bitte beachte unsere Informationen zu den Reisekrankheiten.

Giardien:

Hier findest du nähere Informationen.

TASSO:

Pflegehunde sind bei Einreise über StreunerBlicke e.V. bei TASSO registriert.

 

Bei Fragen oder Problemen sind wir jederzeit als Ansprechpartner zu erreichen.

Hast du vorab Fragen? Kontaktiere uns gerne unter: info@streunerblicke.de

 

 

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