Ehrlichiose

Die Ehrlichiose nennt man gelegentlich auch „Rickettsiose". Die braune Hundezecke überträgt durch den Stich das Bakterium Ehrlichia canis (Ehrlichiose), das einen Teil der weißen Blutkörperchen, die sogenannten Monozyten befällt und sich darin vermehrt. Die Erreger der Ehrlichiose kommen unter anderem im Mittelmeerraum vor.

Die canine Ehrlichiose ist eine akute bis chronische Infektionskrankheit. Die Ehrlichiose tritt häufig in Begleitung von Co-Infektionen auf. Symptome sind meist unspezifisch und sehr breit gefächert. Nach einer Inkubationszeit von 8 bis 20 Tagen können erste Symptome auftreten. Diese Akutphase dauert etwa zwei bis vier Wochen und kann über Wochen oder Jahre in ein subklinisches Stadium übergehen, in dem die Hunde keine Symptome zeigen. Nach der symptomfreien Phase beginnt das chronische Stadium.

Die Symptome einer Ehrlichiose- und Anaplasmoseerkrankung sind äußerst vielseitig und hängen von der Krankheitsphase ab. Anzeichen einer Erkrankung können unter anderem sein:

  • hohes Fieber (kann auch in Schüben auftreten)
  • Durchfall, Appetitlosigkeit, geschwollene bzw. vergrößerte Lymphknoten
  • Augen- und Nasenausfluss
  • Nasenbluten möglich
  • blasse Schleimhäute, auch Einblutungen auf den Schleimhäuten möglich
  • Apathie
  • Anzahl der Blutplättchen verringert sich (Thrombozyten)
  • Mangel an weißen Blutkörperchen (Leukozyten)
  • Blutarmut (Anämie)
Eine Erkrankung an Ehrlichiose und Anaplasmose lässt sich aufgrund der vorstehend genannten Symptome (zumindest während der akuten Phase) kaum voneinander unterscheiden. Es lässt sich allenfalls sagen, dass eine Infektion an Ehrlichiose meist schwerer verläuft, als eine Erkrankung an Anaplasmose. Eine unbehandelte Ehrlichiose kann infolge zunehmender, ggf. über Jahre andauernder, schleichender Blutungsneigung und einer Niereninsuffizienz zum Tod des Tieres führen.

Die Behandlung erfolgt durch ein Antibiotikum (Doxycyclin). Co-Infektionen müssen mitbehandelt werden.

Eine vorbeugende Impfung für Hunde gegen Ehrlichiose gibt es (derzeit) nicht. Prophylaxe gegen Zecken ist der beste Schutz des Hundes.

Auch Menschen können durch einen Zeckenstich an Ehrlichiose und Anaplasmose erkranken. Bei Menschen wird die Ehrlichiose allerdings nicht durch den Erreger Ehrlichia canis, sondern durch andere Bakterien verursacht. Die Ehrlichiose beim Hund (Ehrlichia canis) ist für den Menschen daher nicht gefährlich.

 

 

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