Hundekrankheiten

Reisekrankheiten

Nachfolgend möchten wir über die sogenannten Reisekrankheiten (auch Mittelmeerkrankheiten genannt) informieren. Damit sind verschiedene Infektionskrankheiten gemeint, die durch bestimmte Zecken- oder Mückenarten übertragen werden. Diese Krankheiten mögen auf den ersten Blick abschreckend wirken, doch so lange sie rechtzeitig erkannt werden, lassen sie sich in den allermeisten Fällen sehr gut behandeln. Deshalb möchten wir alle, die einem Hund aus dem Auslandstierschutz ein Zuhause geben möchten, bereits im Vorfeld so gut wie möglich darüber aufklären, um im Fall der Fälle darauf vorbereitet zu sein.

Unsere Hunde ab 1 Jahr werden vor der Ausreise mittels Schnelltest (SNAP 4Dx) auf folgende Krankheiten getestet: Dirofilariose (Herzwurm), Anaplasmose, Lyme-Borreliose und Ehrlichiose.

Außerdem wird eine Blutprobe auf Babesiose (Babesien) untersucht.

Wichtig: Die Tests vor der Ausreise sind lediglich eine Momentaufnahme und aus nachfolgenden Gründen nicht ausreichend:

  • Es besteht die Möglichkeit, dass ein mutmaßlich gesunder Hund kurz vor dem Test infiziert wurde, dies jedoch im Blut noch nicht ersichtlich ist. In diesem Fall bedeutet dies ein falsches negatives Testergebnis!
  • Die Infektion findet zwischen dem Test und der Ausreise statt. Das negative Testergebnis ist nicht mehr aktuell!
  • Hinzu kommt, dass die Schnelltests nicht 100 % genau und zuverlässig sind!
Deshalb können wir nicht garantieren, dass ein Hund nicht doch infiziert ist. Da die Inkubationszeit teilweise mehrere Monate beträgt, empfehlen wir den neuen Besitzern deshalb etwa 6 Monate nach der Einreise einen Test auf die wichtigsten Krankheiten bei ihrem Tierarzt durchführen zu lassen.

Welpen und Junghunde unter 1 Jahr werden vor der Ausreise nicht getestet. Grund dafür ist, dass die Hunde noch Antikörper vom Muttertier im Blut aufweisen können und dies zu falschen Testergebnissen führen kann. Aus diesem Grund macht hier ein Test keinen Sinn.

Bei der Übernahme eines Welpen oder Junghundes empfehlen wir den neuen Besitzern im Alter von ca. 1 Jahr bei ihrem Tierarzt in Deutschland einen Test auf die wichtigsten Krankheiten machen zu lassen.

Doch nicht nur Hunde aus dem Ausland können diese Krankheiten mitbringen. Auch Hunde aus Deutschland, die mit ihren Besitzern auf Urlaubsreisen im Ausland unterwegs sind, können sich infizieren (soweit nicht ausreichend Prophylaxe im Vorfeld betrieben wurde). Aus diesem Grund spricht man häufig von Reisekrankheiten. Dieser Begriff ist allerdings missverständlich, da auch heimische Hunde, die Deutschland nie verlassen haben, bspw. an Babesiose oder Ehrlichiose erkranken können. Es handelt sich daher keineswegs mehr um reine Reisekrankheiten.

Die nachfolgenden Informationen sollen lediglich einen Überblick verschaffen und sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die Diagnose und Behandlung durch einen mit diesen Krankheiten erfahrenen Tierarzt kann und soll dies nicht ersetzen!

 

Dirofilariose (Herzwurm)

Anaplasmose

Ehrlichiose

Babesiose

Hepatozoonose

Leishmaniose

 

Giardien

Hier findest du nähere Informationen zu Giardien.

 

Parasiten

Kokzidien

Würmer

 

 

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